Im Laufe der Jahre hat sich eine Gruppe von Künstlern als 'Kern' der Ars Vivendi Veranstaltungsreihe herausgebildet. Es sind hervorragende Musiker, die immer wieder aufs Neue ihr Publikum begeistern. Ihre Intensität und Individualität, ihr hoher Anspruch an das eigene Können, der Mut zum Unkonventionellen und ihre Nähe zum Publikum in einem kleineren Raum ermöglichen auch jungen,  ungeschulten Zuhörern einen direkten und sehr persönlichen Zugang zur Musik.

Zu den  klassischen Themen zählen bei Ars Vivendi inzwischen auch französische Chansons. Auf künstlerisch hohem Niveau wird so auch ein breiteres Publikum angesprochen.

In jeder Saison kommen neu entdeckte Talente hinzu, und eine große Bereicherung ist hier die Zusammenarbeit mit dem Londoner »Keyboard Charitable Trust«. Zweimal jährlich finden Klavierabende mit vielfach ausgezeichneten und meist noch sehr jungen Pianisten aus der ganzen Welt statt. Sie werden von einem Kuratorium, zu dem u.a. Alfred Brendel, Noretta Conci-Leech oder Claudio Abbado gehören, ausgewählt und auf internationale Tourneen geschickt.

Bisher spielten Matan Porat (Israel), Michelangelo Carbonara (Italien), Lilit Grigoryan (Armenien) und Pablo Rossi (Brasilien) im Rahmen von Ars Vivendi Veranstaltungen. Ihr großes technisches Können verbanden diese jungen Musiker mit übersprudelndem Temperament, eigenständigen Interpretationen und einer unwiderstehlichen Freude an der Musik.



Begeistert zeigte sich das Publikum auch von Musikern, die bisher erst einmal im Rahmen von Ars Vivendi Veranstaltungen gastierten. An erster Stelle sind da die vier Professoren der Frankfurter Musikhochschule zu nennen, die sich zu diesem Anlass den Namen »Vivendi Quartett« gaben: Susanne Stoodt (Violine), Roland Glassl (Viola), Michael Sanderling (Violoncello) und Angelika Merkle (Klavier). Ovationen gab es auch für das »Enigma Trio«, das  junge Kammermusik-Preisträgerensemble »Trio Monte« sowie die Klavierabende von Ofra Yitzhaki und Evgenia Rubinova.

Besonders große Aufmerksamkeit galt aber auch den Lesungen von Rosemarie Fendel, Joachim Fest und Hilmar Hoffmann.